Mittwoch, 07. 01. 2009
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Schwangerschaft

Prof. Dr. Peter Mallmann, Chefarzt der Uni-Frauenklinik Köln:

"In ca. 5 - 10% aller Geburten kommt es zu einem protrahierten Verlauf mit regelwidrigen Kopfeinstellungen, die häufig mit einem Kaiserschnitt beendet werden müssen. Der Kaiserschnitt ist in dieser Situation natürlich die einfachste Lösung. Das Bemühen von Hebamme und Geburtshelfer sollte jedoch darauf gerichtet sein, durch eine aktive Geburtsleitung, bei der die Funktionalität von mütterlichem Becken und kindlichem Köpfchen berücksichtigt wird, den Geburtsablauf zu unterstützen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass durch den Einsatz von Zilgrei unter der Geburt Frauen motiviert werden können, aktiv zu einem erfolgreichen Geburtsverlauf beizutragen. Die entsprechende
Bewegung, verbunden mit einer Anleitung zum Atmen, wird von vielen Frauen als schmerzlindernd empfunden. Insbesondere bei protrahierten Geburtsabläufen, wie wir sie bei regelwidrigen Einstellungen, großen Kindern oder Abweichungen der normalen Kopfform der Kinder häufig finden, sind immer wieder überraschend erfolgreiche Geburtsabläufe zu beobachten, wenn keine anderen geburtshilflich relevanten Gründe vorliegen. Nach meiner Auffassung sollte daher der Einsatz von Zilgrei zu einem Standard unter der Geburt werden. Ist es bereits üblich, bei Verdacht auf ein relatives Missverhältnis oder einen hohen Geradstand eine Sectioindikation erst nach Einsatz von PDA und Wechsellgerungen zu stellen, sollte es in ähnlicher Weise zum Standard werden dass die geburtshilflich Verantwortlichen keine Sectioindikation stellen ohne den konsequenten Einsatz von Zilgrei.

Dass diese einfach anzuwendende, immer wieder überraschend erfolgreiche Methode zum Standard in der Geburtshilfe und in das Repertoir einer jeden Hebamme integriert wird, sollte uns allen ein gemeinsames Anliegen sein."

Nun etwas zu Dagmar Imhorst

"Zilgrei kenne ich seit 1985 und wende diese Methode seit dieser Zeit in der Geburtshilfe an. Sehr schnell entstand ein bestimmtes Konzept, das ich bei protrahierten Geburten wegen regelwidriger Kopfeinstellungen einsetze.
Mit Prof. Mallmann habe ich 12 Jahre in der Frauenklinik zusammengearbeitet. Im Kreißsaal der Uni-Frauenklinik ist die Anwendung von Zilgrei zum Standard geworden.

Meine langjährigen Erfahrungen mit Zilgrei unter der Geburt möchte ich
gerne an Hebammen und Geburtshelfer/innen in Fortbildungen weitergeben."

Fortbildung mit Dagmar Imhorst

Der Titel dieser Fortbildung lautet: "Anwendung von Zilgrei unter
der Geburt bei regelwidrigen Kopfeinstellungen."

Wann: 16. Februar, 15. März, 19. April 2008 von 10.00 - 16.00 Uhr.
Als Fortbildung nach § 7 HeBO mit 6 Std. anerkannt.

Wo: In den Seminarräumen der "Löwen Apotheke" in Bornheim-Merten.
(Bornheim liegt zwischen Köln und Bonn)

Referentin: Dagmar Imhorst, Hebamme

Kosten: 50,-- €

Info und Anmeldung:
Dagmar Imhorst, Tel. 02227 82005 oder
dagmar.imhorst@netcologne.de

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